Regionsdaten auf einen Blick

Datenstand: 2016

 

April 2018

 

2,88 Mio. Einwohner, 1,37 Mio. Arbeitsplätze, 1,43 Mio. Wohnungen

Die ausführlichen Daten und Grafiken entnehmen Sie bitte der Broschüre "Regionsdaten Datengrundlagen 2016". Die Kennzahlen und Indikatoren der Region München basieren hauptsächlich auf den Daten des Statistischen Landesamtes.

 

Demografie

 

Seit 1990 ist die Region München eine Wachstumsregion. Allein in den vergangenen zehn Jahren hat die Einwohnerzahl in der Region München um etwa 285.000 Einwohner zugelegt – 2006 lebten rund 2,59 Mio. Menschen hier, 2016 waren es etwa 2,88 Mio. Da die Bevölkerungsprognose des Statistischen Landesamtes für 2036 zum Redaktionsschluss leider noch nicht vorlag, können wir lediglich auf die Prognose für 2035  zurückgreifen. Sie lag bei 3,24 Mio. Einwohnern. Gezählt werden dabei alle, die ihren alleinigen oder  Hauptwohnsitz in der Region München haben.

Wanderungssaldo

Das Bevölkerungswachstum ist vor allem auf Wanderungsüberschüsse zurückzuführen. Insgesamt  wanderten seit 2010 jährlich rund ca. 30.000 Menschen mehr in die Region ein, als diese verließen. 2016 waren es „nur“ 23.600. Dieser etwas geringere Wert ist vermutlich auf eine statistische Bereinigung der  Flüchtlingszahlen 2015 zurückzuführen.

Natürlicher Saldo

Seit 1987 werden in der Region München zudem mehr Menschen geboren als sterben, sodass auch dieser „natürliche Saldo“ zunehmend zum Bevölkerungswachstum beiträgt. Insgesamt bekommen die Menschen hier zwar nicht mehr Kinder als anderswo in Deutschland. Da aber der Großteil der Zuwanderung in der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen erfolgt, bekommen viele von ihnen auch ihren Nachwuchs in der Region.

Wohnen & Flächennutzung

 

In der Region München werden zu wenige Wohnungen gebaut. Das verdeutlichen die Zahlen der Wohnungsfertigstellungen. 2016 sind in der Region München rund 12.150 neue Wohnungen entstanden. Zum Vergleich: der Bevölkerungszuwachs von 2015 auf 2016 lag bei rund 30.200 Einwohnern. Bei einer durchschnittlichen Wohnungsbelegung (Einwohner pro Wohnung) von 2,0 Personen pro Wohnung müssten also rein rechnerisch 6.000 Menschen kein Dach über dem Kopf haben. Die viel zu geringe Bautätigkeit ist mitverantwortlich für den starken Anstieg der Wohnungspreise und -mieten in der Region München, die deutschlandweit am höchsten ist.

Effizienz der Flächennutzung

Die Effizienz der Flächennutzung kann man u.a. an der Siedlungs- und Verkehrsfläche je Einwohner und sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SVB) ablesen. Diese Kennziffer ist in der Stadt München entsprechend ihrer Baustruktur sehr gering und liegt bei ca. 100 qm. Je weiter man in der Region in die ländlich geprägten Bereiche kommt, desto höher wird dieser Anteil bis ca. 600 qm pro Einwohner und SVB.

Wirtschaft und Arbeitsmarkt

 

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region München (Beamte und Selbstständige nicht eingerechnet) entwickelt sich seit Jahren ebenfalls sehr stark positiv. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Arbeitsplätze mit 26,5 Prozent auch schneller an als die Bevölkerung (+11,0 %).

 

BIP je Einwohner

Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region, gemessen am „Bruttoinlandsprodukt pro Kopf“, wächst seit Jahren mit hoher Dynamik und lag 2015 über 18.000 € höher als der bayerische Durchschnitt. Obwohl die Region „nur“ rund 22 Prozent der Einwohner Bayerns stellt, werden hier fast ein Drittel des bayerischen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet.

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote aller zivilen Erwerbspersonen in der Region München ist seit ihrem zwischenzeitlichen Höchststand mit 6,0 Prozent im Jahr 2006 bis 2016 auf 3,6 Prozent zurückgegangen. Unter den deutschen Ballungsräumen ist dies die geringste Arbeitslosigkeit. Die bayerische Arbeitslosenquote lag 2016 bei 3,5 Prozent.

Datenquellen: Bayerisches Landesamt für Statistik, Arbeitsagentur Nürnberg

Grafiken: Sven Kretzer und Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV)