Regionsdaten

Wohnen & Flächennutzung

Datenstand: 2016

In der Region München werden zu wenige Wohnungen gebaut. Das verdeutlichen die Zahlen der Wohnungsfertigstellungen. 2016 sind in der Region  München rund 12.150 neue Wohnungen entstanden. Zum Vergleich: der Bevölkerungszuwachs von 2015 auf 2016 lag bei rund 30.200 Einwohnern. Bei einer durchschnittlichen Wohnungsbelegung (Einwohner pro Wohnung) von 2,0 Personen pro Wohnung müssten also rein rechnerisch 6.000 Menschen kein Dach über dem Kopf haben.


Von 1980 bis 2016 ist der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der gesamten Gebietsfläche der Region München von 11,4 auf 17,6 Prozent gestiegen, d.h. um sechs Prozentpunkte. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche nimmt also rund 18 Prozent der gesamten Regionsfläche ein. Tatsächlich versiegelt sind jedoch nur ca. 50 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsfläche. Also sind von 1.000 qm Gebietsfläche etwa 90 qm bebaut.

Differenziert man die Siedlungs- und Verkehrsfläche im Jahr 2016 nach den Nutzungsarten wird deutlich, dass die Gebäude- und Freifläche 56 Prozent der  Siedlungsfläche ausmacht (1980: 53 %. Die Verkehrsfläche nimmt 33 Prozent in Anspruch (1980: 37 %), der Anteil der Erholungsfläche ist mit 8,5 Prozent im Vergleich zu 1980 gleich geblieben.

53,4 Prozent der Gebäude- und Freifläche werden für Wohnen genutzt und lediglich 8,5 bzw. 5,2 Prozent sind für Gewerbe und Industrie bzw. Handel- und Dienstleistungen vorgesehen. Die Fläche, die für Wohnen genutzt wird, liegt also viermal so hoch wie die Fläche, die für sämtliche gewerbliche, industrielle und Dienstleistungszwecke genutzt wird.

Die Effizienz der Flächennutzung kann man u.a. an der Siedlungs- und Verkehrsfläche je Einwohner und sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SVB) ablesen. Also wie viel Fläche wird pro Einwohner und SVB genutzt? Diese Kennziffer ist in der Landeshauptstadt München entsprechend ihrer Baustruktur sehr gering und liegt bei ca. 100 qm. Je weiter man in der Region in die ländlich geprägten Bereiche kommt, desto höher wird dieser Anteil bis ca. 600 qm pro Einwohner und SVB.

Darin spiegelt sich neben der unterschiedlichen Siedlungsdichte in Stadt und Land natürlich auch die hohe Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die sich in der Stadt und im engeren Umfeld konzentriert. In der Landeshauptstadt München, in den Landkreisen Dachau und München und im geringen Umfang in Fürstenfeldbruck ist diese Kennzahl im Vergleich zu 2008 sogar zurückgegangen.