Standortuntersuchung Landratsamt Landsberg am Lech

2017

Bereits 13 Außenstellen betreibt das Landratsamt Landsberg am Lech, zwölf davon in Landsberg, eine in Kaufering. Und der Platzbedarf wird in Zukunft noch weiter steigen. Um die Verteilung auf weitere Außenstellen zu vermeiden, beauftragte der Landkreis Landsberg am Lech den PV 2017 mit einer Standortuntersuchung für ein neues Gebäude, das genügend Platz für die gesamte Kreisverwaltung sowie entsprechende Erweiterungsflächen bietet.

Drei Standorte haben die PV-Planer nach einheitlichen Kriterien bewertet und anschließend einer Machbarkeitsuntersuchung unterzogen: den Schlüsselanger im Zentrum, das Penzinger Feld am östlichen Ortsrand und eine Fläche am Klinikum im Westen. Die Kriterien und Gegebenheiten haben die Planer ausgearbeitet und mit dem Landratsamt abgestimmt. Eine umfassende Prüfung setzt sowohl eine städtebauliche als auch eine architektonische Betrachtung voraus.

Vorrangige Kriterien bei der Untersuchung waren:

  • Lage
  • Flächengröße
  • Verkehrserschließung / Anbindung
  • Eigentumsverhältnisse
  • Technische Erschließung
  • Verkehrslärm / Immissionen
  • Denkmalschutz
  • Umfeld
  • Natur
  • Boden und Wasserverhältnisse

Auch die Bedürfnisse der Mitarbeiter haben die Planer berücksichtigt, denn diese wurden befragt, mit welchem Verkehrsmittel sie zur Arbeit derzeit fahren und künftig fahren wollen.

Die Fläche am Klinikum fiel durch die Standortprüfung: zu wenig Parkplätze, zu dezentral und keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr fürs Klinikum. Schwieriger war die Abwägung zwischen dem zentralen Standort am Schlüsselanger und der peripheren Fläche am Penzinger Feld.

Die relativ zentrale Lage mit attraktivem Umfeld sprach zum einen zwar für den Schlüsselanger, aber gleichzeitig auch dagegen. Die angespannte Verkehrssituation in der Innenstadt würde sich noch verschlechtern. Durch die ländliche Struktur des Landkreises ist davon auszugehen, dass nicht nur die Mehrheit der Mitarbeiter, sondern auch der Besucher mit dem Auto anfahren. Zudem wird aktuell ganz in der Nähe das Wohnprojekt am Papierbach realisiert. Problematische Boden- und Grundwasserverhältnisse sowie bestehende Altlasten machen den Standort ebenfalls unattraktiv.

Die Entscheidung fiel somit auf eine ebene Fläche am nordöstlichen Rand Landsbergs, zwischen Autobahn und Gewerbegebiet. Der Standort ist durch die Autobahn sowie durch die anliegende Bushaltestelle gut erschlossen, es fehlen jedoch ausreichende Fußund Radwegverbindungen. Durch die Eigentumsverhältnisse – die Fläche gehört bereits dem Landkreis –wäre er leicht und zeitnah zu entwickeln. Die Fläche ist zudem mit 3,00 ha groß genug, um alle vorgesehenen Nutzungen unterzubringen und bietet künftigen Erweiterungen genügend Raum. Auch die Bewertungen der Machbarkeitsstudie sprechen klar für einen Neubau am Penziger Feld.

Der Kreistag schloss sich dem Urteil der PV-Experten an. Mit deutlicher Mehrheit – 38:18 Stimmen – entschied der Kreistag Ende Juli 2017, das Grundstück auf dem Penzinger Feld weiterzuentwickeln.