SMART Region – Digitalisierung und Kommunen

April 2016, PwC, München

Das Thema Digitalisierung stand im Zentrum der Fachtagung „SMART Region – Digitalisierung und Kommunen“ von PwC und dem Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV). Vertreter aus Kommunen und Verwaltungen in Bayern informierten sich über die Chancen der Digitalisierung und diskutierten intensiv über die unterschiedlichen Herausforderungen. Die Veranstaltung fand am Montag, 25. April 2016, in den Räumlichkeiten von PwC in München statt.

Fachvorträge, erfolgreiche Praxisbeispiele zu Handel, E-Government, Mobilität, E-Health und eine angeregte Podiumsdiskussion beleuchteten zahlreiche Aspekte der Digitalisierung und arbeiteten Handlungsempfehlung heraus. Die Teilnehmer erörterten u.a. folgende Fragen: Was macht eine digitale Kommune aus? Welche konkreten Anwendungen gibt es für die Verwaltung und für die Bürger? Und was sollte eine Kommune heute tun, damit sie morgen die digitale Zukunft gestalten kann?

Fazit

Die Digitalisierung bietet viele Chancen, um interne Prozesse in der kommunalen Verwaltung zu optimieren und den Service für die Bürger zu verbessern (Bürgernähe); hier gibt es schon einige Beispiele aus der Praxis (siehe nachfolgende Vorträge). Die Erwartungshaltung der Bürger ist hoch, da sie im Alltag viel digital unterwegs sind und per Smartphone schnell auf Informationen zugreifen können. Die kommunale Verwaltung sollte entsprechend mitziehen.

Damit Kommunen die Digitalisierung effizient umsetzen können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: eine ausreichende technische Infrastruktur (Breitband, Mobilfunk und Plattformen für die vernetzte Sammlung von Daten); eine zentrale Anlaufstelle auf Landesebene, die Kommunen bei der Digitalisierung an die Hand nimmt (beispielsweise das Zentrum Digitalisierung.Bayern); eine verstärkte Unterstützung der Staatsregierung bei der Finanzierung; gut ausgebildetes Personal in IT und Verwaltung sowie eine starke Kooperation der Landkreise und Kommunen untereinander und mit der Wirtschaft.

Zusammenfassung Vorträge und Diskussion

In den folgenden Rubriken finden Sie eine Zusammenfassung des Grußworts von Staatssekretärs Pschierer, der Fachvorträge – teils mit Präsentation zum Download – sowie der Podiumsdiskussion. Durch die Veranstaltung führte der Moderator, Jürgen Mauerer, freier IT-Fachjournalist.

Downloads

Text Zusammenfassung der Fachtagung: SMART Region - Digitalisierung und Kommunen

Programm der Fachtagung Digitalisierung von PwC und PV

Podiumsdiskussion: Was macht eine Region smart?

Die Dynamik der Digitalisierung nimmt zu. Die Kommunen sind stark gefordert, mit der rasanten Entwicklung und den Innovationen Schritt zu halten. Sie müssen aktiv werden, damit sie und so Bayern den Zustand „smart“ erreichen – darüber sind sich die Diskutanten auf der Fachtagung „SMART Region – Digitalisierung und Kommunen“ einig. Was zudem fehlt, ist eine übergreifende Strategie für die Digitalisierung; meist geht es nur um Einzelprojekte. So empfiehlt PwC-Partner Hasse den Kommunen: „Eine digitale Agenda zu haben und zwei bis drei Punkte umzusetzen, ohne sich zu verzetteln, wäre der Sache dienlich.“  ...mehr

Grußwort Staatssekretär Pschierer

In seinem Grußwort merkte Staatssekretär Pschierer an, dass Bayern und Deutschland beim Thema E-Government in der europäischen Union nicht in der Champions League spielten, die baltischen Staaten seien da weiter. Er forderte zu erhöhtem Tempo auf.  ...mehr

SMART Region – Bayern wird digital

F. Hasse, PwC

Als externer Berater unterstützt PwC den Freistaat Bayern und die Kommunen bei der Umsetzung von Digitalisierung. Felix Hasse, Partner bei PriceWaterhouse Coopers im Bereich Government & Public Services Bayern, führt in das Thema Digitalisierung ein und liefert die Grundlagen. Die Digitalisierung revolutioniert sämtliche Branchen wie etwa Medien, Handel, Autoindustrie und betrifft alle Lebensbereiche wie Wohnen, Arbeiten, Infrastruktur, Verwaltung, Mobilität, Kultur und Bildung. So schaut nach Aussagen von Hasse jede Person pro Tag im Schnitt 200 bis 240 Mal auf sein Handy. Im Hinblick auf die Infrastruktur nennt Hasse Jütland als Vorzeigebeispiel.  ...mehr

Nahversorgung online-offline:
Chancen und Risiken der Digitalisierung für den ländlichen Raum

A. Spickenreuther, HBE

In seinem Vortrag schildert Alexander Spickenreuther, Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern e.V., die aktuelle Marktentwicklung im Einzelhandel. Der Umsatz ist insgesamt konstant geblieben, die Marktanteile haben sich verschoben, bei gleichzeitig steigenden Einzelhandelsflächen. 10 Prozent des Umsatzes im Einzelhandels wird online getätigt; Lebensmittelhandel findet online quasi nicht statt (Anteil 1 Prozent).   ...mehr

Bürgerservice-Portal – rund um die Uhr für Bürger und Unternehmen da

M. Diepold, AKDB

In seinem Vortrag stellt Michael Diepold, Leiter Geschäftsfeld eGovernment bei der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), die Digitalisierungsinitiative Montgelas 3.0 der Bayerischen Staatsregierung. Mit dieser will der Freistaat das E-Government in Bayern vorantreiben. Das Bürgerservice-Portal der AKDB ermöglicht Bürgern und Unternehmen eine medienbruchfreie Abwicklung von Verwaltungsdienstleistungen über das Internet.  ...mehr

Digitalisierung im ÖPNV: Chance für innovative Mobilität im MVV

Dr. M. Haller, MVV

Ziel des MVVs ist der Aufbau eines Mobilitätsportals, das verschiedene verfügbare Mobilitätsangebote in der Region raumübergreifend und diskriminierungsfrei einbinden soll. Dazu gehören neben dem ÖPNV auch Dienste wie Car- und Bike-Sharing sowie P+R-Informationen. Der Clou dabei: Das Portal soll Echtzeitinformationen anzeigen. Zudem muss sich der MVV laut Dr. Haller vom Verkehrsverbund hin zu einem Mobilitätsverbund entwickeln, der neben den bereits verfügbaren Fahrgastinformationen durchgängig Echzeitinformationen bereitstellt.  ...mehr

Bayern Digital – zahlreiche Initiativen

Dr. Wittges, ZD.B

In seinem Vortrag erläutert Dr. Wittges Konzept und verschiedene Initiativen des ZD.B. sowie eine Auswahl an Förderprogrammen des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft. Das ZD.B soll Bayern langfristig für den Wandel der Digitalisierung rüsten. Dr. Wittges spricht von „digitalen Seidenstraßen“, die neue Verbindungen schaffen. Wenn Unternehmen keine neuen Handelswege aufbauen, sind sie nicht mehr „Teil des Spiels“. „Es gibt keine Alternative zur Digitalisierung, als sich damit auseinanderzusetzen, sie zu nutzen und weiter zu entwickeln.“, meint Dr. Wittges.  ...mehr

E-Health, Telemedizin und Gesundheitstelematik

M. Müller, BTA

Als Projektbeispiele in Bayern nennt Müller die Telemedizin in der Notfallversorgung: So gibt es Bayern drei große Schlaganfallnetze bestehend aus regionalen Zentren und Satellitenkliniken, damit Schlaganfallpatienten schneller behandelt werden können. Die Klinik kann Spezialisten aus der Uniklinik per Video zuschalten. Bei SPEED geht es um die sektorübergreifende Pflegedokumentation und Versorgung. Verschiedene Pflegeheime sind telemedizinisch mit dem behandelnden Hausarzt verbunden.  ...mehr

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